1000 km One-way von Tübingen nach Aix-en-Provence

Wie beim letzten 1000er starten wir an der Aixer Straße auf dem Französischen Platz

Nach Fahrt an der Alb entlang und über die Baar haben wir mit dem Hallauer Berg (CP1) einen ersten kurzen Abschnitt durch die Schweiz. Nach der Rheinüberquerung bei Waldshut folgen wir der Aare mit ein paar kleineren Anstiegen oberhalb davon und die Strecke durchs Schweizer Mittelland ist gut für Nachtfahrt geeignet. Die Abschnitte auf der Hauptstraße ab Solothurn (CP2) fahren wir noch nachts oder am Feiertag frühmorgens und ab Moudon gibt es dann den einzigen Anstieg mit mehr als 150 Hm in der Schweiz vor der Abfahrt zum Genfer See.

Wir fahren durch Montreux (CP3), vorbei an der berühmten Wasserburg Château de Chillon und weiter auf der Südseite des Genfer Sees nach Frankreich.

Wir drehen dann nach Süden ab durchs Hinterland und auf der Ostseite am Genfer Hausberg Mont Saleve (optional oben drüber + 10 km 600 Hm) entlang zur Pont de la Caille (CP4).

Auf der alten Bahntrasse entlang des Lac d’Annecy rollen wir flach zur Olympiastadt (1992) Albertville (CP5). Wir folgen dem Tal der Isere und es ist erstaunlich, wieviel Aussicht man kaum 100 Hm über dem Talgrund am Hang entlang hat.

Die ersten 630 km mit knapp 5500 Hm bis zur Großstadt Grenoble (CP6) sind für beide Varianten gleich.

Für eine Hotelübernachtung empfiehlt es sich für die meisten diese spätestens hier einzulegen, denn danach ist es sowohl mit den Unterkünften als auch den Einkaufsmöglichkeiten teilweise sehr spärlich.

Und durchs Vercors empfehlen wir auf jeden Fall bei Tageslicht zu fahren.

Auf der Normalstrecke erwartet uns direkt danach mit etwa 1000 Hm der größte Anstieg des Brevets hinein ins Vercors. Das Highlight ist dann aber die lange Abfahrt durch die Gorges de la Bourne bis zum malerischen Pont-en-Royans.

Auf der Light-Strecke rollt man von Grenoble weiter flach an der Isere entlang, da beide Varianten etwa gleich lang sind darf man hier auch spontan die andere Variante fahren.

(bei den folgenden Streckenteilungen ist die gewählte Variante für die Homologation verpflichtend)

Auf der Normalstrecke steigt es danach wieder kräftig an zur Route du Combe Laval (CP7), wo die Straße spektakulär an der Felswand entlang verläuft. Wir erreichen danach am Col de Chaud Clapier mit 1431 m den höchsten Punkt des Brevets und haben danach eine schöne Abfahrt vom Col de Rousset.

Kurz nach dem sehr moderaten Anstieg zum Col de Lescou (CP8) treffen wir wieder auf die Light-Variante.
Auf dieser durchquert man (auf der Strecke des Freiburger Ventoux-Brevets) das Vercors auf dem wesentlich einfacheren Anstieg zum Col de Bacchus (CP7) und dann über den Col du Pas de Lauzun zum Col de la Sausse (CP8).
Auf gemeinsamer Strecke fahren wir hinunter nach Nyons und umrunden dann den Mont Ventoux (optional von Malaucene über den Mont Ventoux + 15 km 1000 Hm) über den Col de Fontaube nach Sault. Es folgt die neben der Gorges de la Bourne schönste Rollerstrecke des Brevets durch die Gorges de la Nesque (oben am Anfang CP9 am Belvedere de Castellaras), wer dort mittwochs in der frühen Morgensonne fährt kann das Zeitlimit noch gut schaffen.

Danach teilt sich die Strecke ein letztes Mal:
Auf der bergigeren Strecke gibt es mit dem Col des Trois Termes (CP10), dem für seine Ockerfelsen berühmten Roussillon, und Bonnieux noch drei Anstiege, während man auf der Lightstrecke über Carpentras (CP10) einiges länger aber flach außer herum fährt. Der letzte dieser drei Anstiege führt aus dem Tal der Durance . Die leichte Abfahrt zum Ziel in der Tübinger Partnerstadt Aix-en-Provence ist dann wieder für beide Varianten gleich.

Ein paar mögliche „after work“-Ziele von Aix aus
Am nächsten ist das Mittelmeer am knapp 30 km entfernten Marseille.
Etwa 120 km hat eine Runde mit der wohl beeindruckensten Straße über dem Mittelmeer, der Route des Cretes zwischen Cassis und La Ciotat. An mehreren Aussichtspunkten kann man an den höchsten Klippen Frankreichs über 300 m aufs Meer hinab blicken.
Direkt im Osten von Aix erhebt sich das durch den Maler Paul Cézanne bekannt gewordene Kalksteingebirge Montagne Sainte-Victoire bis auf etwa 1000 m.
Etwas über eine kurze Tagestour hinausgehend ist im Osten die Verdonschlucht, im Westen die Camargue und im Norden natürlich der Mont Ventoux. Und nicht ganz abwegig ist es, auf beim Brevet nicht oder nachts gefahrenen Streckenteilen, zurück Richtung Grenoble zu fahren.

Da es am Anfang der Saison schwierig einzuschätzen ist, wie der Trainingszustand im Juni sein wird, könnt ihr euch bis zwei Wochen vor dem Starttermin egal für welche Variante ihr euch angemeldet habt, noch entscheiden, welche Variante ihr schließlich fahren wollt. Ein späterer Wechsel ist nicht möglich.

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