Wir fahren in Tübingen auf der Strecke des ersten 600ers los, auf der alten Zahnradbahnstrecke vis-a-vis vom Schloss Lichtenstein hinauf auf die Alb und ins Lautertal.
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen erreichen wir mit 850 m den höchsten Punkt unserer langen Fahrt über die Alb, bei entsprechendem Wetterglück mit Alpenblick bis zur Zugspitze und danach einem weiten Blick über die Alb.
Es geht leicht wellig nach Osten weiter, durch das vom 300er bekannte Eselsburger Tal, vorbei an Burg Katzenstein und danach verlassen wir nach 170 km die Alb in unsere Hauptrichtung, nach Norden.
Wir fahren am Nördlinger Ries vorbei und folgen der romantischen Straße, auf der wir mit Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber zwei der schönsten Altstädte Deutschlands haben.
Am Main entlang werden die meisten nachts oder frühmorgens unterwegs sein, wir verlassen ihn in Schweinfurt nach Norden und biegen dann etwas nach Westen ab zur Rhön, wo uns zwei längere Anstiege erwarten, zunächst auf die Hochrhönstraße und danach auf die Wasserkuppe, dem höchsten Berg Hessens. Am Radom (ab 8 Uhr kann man auch hinein)befinden wir uns auf 950 m und haben nach 410 km etwa die Hälfte der Höhenmeter des Brevets geschafft.

Bild Wasserkuppe (Nähe Radom)
Von dort geht es fast durchgehend bergab durch die Rhön bis zur Werra, wo es spätestens mit der 24h-Tankstelle in Heimboldshausen auch für die Schnellsten wieder eine Verpflegungsmöglichkeit gibt. An der Werra entlang geht es weiter flach bis zum Anstieg über den Hainich, der uns nach Mühlhausen mit mittelalterlichem Stadtmauerring führt. Jetzt wird es weiter hügelig, bis in Zorge der Anstieg nach Hohegeiß und in Schierke der längste Anstieg des Brevets auf den Brocken (1142 m) ansteht. An dem verlängerten Wochenende kann dort sehr viel los ein, aber die meisten werden es wohl zeitlich so einrichten können, dass abends nur noch wenige oder morgens noch nicht viele unterwegs sind.
Danach haben wir uns die lange Abfahrt nach Wernigerode verdient und über den Elm gibt es noch einen letzten nennenswerten Anstieg vor der norddeutschen Tiefebene, wo uns hoffentlich der Wind wohlgesonnen ist.
Über Wolfsburg-Fallersleben und Uelzen geht es durch die Ostheide zur Elbbrücke in Lauenburg, wo es noch gut 150 km Reststrecke sind.
Größere Städte vermeidend fahren wir auf Nebenstrecken durch das Schleswig-Holsteinische Hügelland bis wir mit der Landeshauptstadt Kiel nach gut 1000 km das Ziel unseres Brevets erreicht haben.
Und vor der Heimreise ist noch eine kleine Tour d’Honneur mit der Kieler Förde empfehlenswert.
