200 km Kraichgau Kringel



Unser 200 km „Kraichgau Kringel“ startet von unserem Startort Stuttgart-Rohr aus und führt uns in den Kraichgau und die Region nördlich von Stuttgart. Nachdem wir Vaihingen/Rohr verlassen haben, geht es kurz auf die legendäre ehemalige Solitude-Rennstrecke, über die Schatten-Kurve und Mahdentalstrasse zum Krumbachtal.

Der 1956 errichtete Start- und Zielturm der Solitude-Rennstrecke.

Das idyllische Krumbachtal bringt uns hinauf zum Schloss Solitude, wo sich ein toller Blick über die Solitude-Allee ins Unterland auf die weitere Strecke bis Ludwigsburg auftut.

In Serpentinen geht es die Bergheimer Steige bergab und hügelig weiter durchs Strohgäu, vorbei am „Grünen Heiner“ mit seinem weithin sichtbaren Windrad, Asperg und Schloss Monrepos in Ludwigsburg, über die Höhe bei Husarenhof zur Abfahrt ins malerische Städtchen Besigheim an der Enzmündung.

Es folgt ein besonders schöner Abschnitt des Neckartal-Radwegs nah am Fluss mit seinen Schleifen und Steingärten. In einer der Neckarschleifen versteckt sich bei Neckarwestheim eines der letzten Kernkraftwerke, die bis April 2023 in Betrieb bleiben werden.

Am Neckar entlang geht es über Kichheim und Lauffen in Richtung Heilbronn, wo wir ein großes Kohlekraftwerk passieren. Neckarauen und Industrie wechseln sich ab und erinnern uns daran, dass wir durch eine landschaftlich schöne und doch hoch industrialisierte Region fahren. (wer mag, kann versuchen mitzuzählen, wie oft wir im Lauf der gesamten Tour fast unauffällig Autobahnen queren). In Bad Wimpfen, dessen Spitztürme schon von weitem sichtbar sind, erreichen wir die Kontrolle 1.

Die ehemalige Stauferpfalz Bad Wimpfen mit dem berühmten, 1170 erbauten „Blauen Turm“, dem Wahrzeichen der Stadt

Ab hier geht es leicht ansteigend durch dünn besiedeltes Land mit hübschen Orten über Bad Rappenau, Babstadt und Adersbach zur langen Abfahrt nach Sinsheim-Steinsfurt. Bei der Fahrt über die Höhe öffnet sich schon ab und zu der Blick in die Ferne auf die weithin sichtbare Burg Steinsberg, unserer 2. Kontrolle und die mit 333 m.ü.N.N. höchste Erhebung des Kraichgaus.

Burg Steinsberg, 1109 erstmals urkundlich erwähnt

Nach der Auffahrt zum Steinsberg und der Abfahrt ins Elsenztal bringt uns der Elsenztal-Radweg nach Eppingen. Hier geht es beim Mühlbacher See wieder bergauf bis sich vor Ochsenburg der Blick auf die weitere Route öffnet. Wellig geht es weiter durch den Stromberg zur Kontrolle 3 in Illingen.

Über eine Kuppe kommen wir nach Rosswag, queren die Enz, erklimmen die Rosswager Steige und fahren auf der Höhe entlang zur Abfahrt nach Enzweihingen. Konstant leicht ansteigend führt uns die Route über Flacht und Weissach nach Rutesheim. Über den so genannten „Eierpass“kommen wir von Renningen nach Magstadt, von dort bald ins Waldgebiet rund um Vaihingen und auf schmalen Wegen zurück ins Ziel auf die Rohrer Höhe.

Die Strecke führt hauptsächlich über weniger stark befahrene Landstraßen mit längeren Abschnitten auf Flussradwegen. Alle Anstiege der Strecke sind weder besonders lang noch besonders steil. Die durchfahrenen Gäulandschaften sind aber recht wellig; so kommen am Ende trotz der flachen Abschnitte an Neckar und Elsenz dann doch ca. 2.000 Hm zusammen. Da Start und Ziel in Stuttgart-Rohr den höchsten Punkt der Strecke markieren, sollte man sich ein paar Körner und etwas Zeitpolster für den Rückweg aufsparen.

Ein erster kleiner Teaser, wo die Reise hingehen wird: